{"id":793,"date":"2019-09-27T09:00:59","date_gmt":"2019-09-27T09:00:59","guid":{"rendered":"http:\/\/kz-gedenken-spaichingen.de\/?p=793"},"modified":"2020-01-26T18:47:15","modified_gmt":"2020-01-26T18:47:15","slug":"rede-von-angelika-feldes-stadt-spaichingen-beim-festakt-zur-einweihung-am-26-09-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kz-gedenken-spaichingen.de\/?p=793","title":{"rendered":"Rede von Angelika Feldes, Stadt Spaichingen, beim Festakt zur Einweihung am 26.09.2019"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-793\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-793-0\"  class=\"panel-grid panel-has-style\" ><div style=\"padding: 100px 0; \" data-overlay=\"true\" class=\"panel-row-style panel-row-style-for-793-0\" ><div id=\"pgc-793-0-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-793-0-0-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div style=\"text-align: left;\" data-title-color=\"#443f3f\" data-headings-color=\"#443f3f\" class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-793-0-0-0\" ><div class=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\">\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n\t<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-794 alignleft\" src=\"http:\/\/kz-gedenken-spaichingen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/A_Feldes-300x217.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"217\" srcset=\"https:\/\/kz-gedenken-spaichingen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/A_Feldes-300x217.jpg 300w, https:\/\/kz-gedenken-spaichingen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/A_Feldes-230x167.jpg 230w, https:\/\/kz-gedenken-spaichingen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/A_Feldes-350x254.jpg 350w, https:\/\/kz-gedenken-spaichingen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/A_Feldes-480x348.jpg 480w, https:\/\/kz-gedenken-spaichingen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/A_Feldes.jpg 538w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Sehr geehrter Herr B\u00fcrgermeister Schuhmacher, sehr geehrte Frau Roos, sehr geehrte Frau Dr. Dapp, sehr geehrter Herr Schulz, sehr geehrter Herr Pfarrer Heim, sehr geehrte Damen und Herren,<\/p>\n<p>im Jahr 1982 erschienen in der lokalen Tageszeitung, dem Heuberger Boten eine Reihe von Beitr\u00e4gen, die sich mit den Ereignissen im Spaichinger Konzentrationslager befassten. Anlass hierf\u00fcr war der 35. Jahrtag der sogenannten \u201eRaststatter Prozesse\u201c, bei denen F\u00fchrungskr\u00e4fte und Wachpersonal der Konzentrationslager in S\u00fcddeutschland angeklagt waren. Auf den Artikel mit der \u00dcberschrift: \u201cFast vergessen \u2013 Hunderte starben in Spaichinger KZ\u201c vom 2. M\u00e4rz 1982 schrieb ein Leser einen entr\u00fcsteten \u2013 allerdings anonymen - Leserbrief an den Verlag in Leutkirch, in dem er die Errichtung und Pflege der Gedenkst\u00e4tten an den ehemaligen Konzentrationslagern in Frage stellte. Er schlie\u00dft mit den Worten: <strong>\u201eGeschehenes kann man nicht ungeschehen machen, aber man kann Gras dar\u00fcber wachsen lassen\u201c<\/strong>.<br \/>\nDiese Einstellung gegen\u00fcber der Geschichte des Nationalsozialismus und seiner Verbrechen war noch lange Jahre zu h\u00f6ren: dass man die Geschichte endlich ruhen lassen sollte und sie nicht immer wieder und immer wieder ausgraben soll.<br \/>\nWir wissen l\u00e4ngst, dass gerade die Aufarbeitung und das Wissen um die Geschichte des Nationalsozialismus und das Erinnern an die Opfer wichtig sind, um das Bewusstsein daf\u00fcr weiter aufrecht zu erhalten, dass dies nie wieder geschehen darf.<br \/>\nErste Ans\u00e4tze des Erinnerns und Gedenkens in Spaichingen gab es schon fr\u00fch. Die franz\u00f6sische Besatzung war es, die an der Bahntrasse, wo 30 verstorbene H\u00e4ftlinge in einem Massengrab verscharrt worden waren, noch im Jahr 1945 ein Holzkreuz erstellte, links und rechts davon flankiert von zwei Steinbl\u00f6cken, auf denen die Namen der 30 Todesopfer aus Frankreich, Italien, Jugoslawien, \u00d6sterreich, Russland, der Slowakei, der Tschechoslowakei und Ungarn eingemei\u00dfelt waren.<br \/>\nDer Gemeinderat wurde von der franz\u00f6sischen Besatzung verpflichtet, j\u00e4hrlich eine Gedenkveranstaltung an dem Massengrab abzuhalten. Ein Heft mit dem Titel \u201eMiseris Procul Patria Defunctis\u201c (in etwa zu \u00fcbersetzen mit: <strong>\u201eDen Elenden, fern ihres Vaterlands Verstorbenen \u201c<\/strong>) mit den Namen tausender Opfer der sogenannten \u201eW\u00fcstelager\u201c in Sch\u00f6mberg und Sch\u00f6rzingen und der Opfer aus Spaichingen wurde 1946 ver\u00f6ffentlicht und ist bis heute eine wichtige Quelle f\u00fcr Historiker und Hinterbliebene und alle, die sich mit der Geschichte der KZ in unserer Region befassen. Aber an eine historische Aufarbeitung war damals noch nicht zu denken.<br \/>\nAnfang der 1960er Jahre beschloss der Gemeinderat, auf Grund des vom Denkmalamt reklamierten schlechten Zustands des Holzkreuzes - das damals \u00fcbrigens noch von G\u00e4rten und Krautbeeten umgeben war - die Anlage neu zu gestalten und ihm damit W\u00fcrde und auch die Ruhe f\u00fcr ein stilles Gedenken zu verleihen. 1963 wurde die Gedenkst\u00e4tte mit der offiziellen Bezeichnung \u201eKZ Ehrenmal\u201c so, wie wir sie bis heute kennen, mit dem Kunstwerk von Roland Martin und den ebenfalls von Roland Martin entworfenen Namenstafeln eingeweiht. In den folgenden Jahren fanden zu besonderen Terminen immer wieder Gedenkveranstaltungen statt, an denen sich die Stadt, die Kirchengemeinden und Spaichinger B\u00fcrger beteiligten. Die bereits genannten Zeitungsartikel aus dem Jahr 1982 richteten den Blick der \u00d6ffentlichkeit dann erneut auf die Geschehnisse im Spaichinger Konzentrationslager.<br \/>\nWieder vergingen viele Jahre, bis sich im Rahmen einer umfangreichen Stadtchronik, die 1991 im Auftrag der Stadt Spaichingen erschienen war, ein Beitrag der Geschichte des KZ widmete. Der damalige Redakteur des Heuberger Boten, Jochen Kastilan schrieb damals eine viel zitierte Geschichte des Spaichinger KZ. In der Folge befassten sich immer wieder Schulprojekte und Examensarbeiten mit der Geschichte des Spaichinger Konzentrationslagers und seiner Opfer. Auch in der j\u00fcngeren Vergangenheit war es immer wieder auch die \u00f6rtliche Presse, die das Thema aufgriff, insbesondere Regina Braungart, die durch Archivarbeit und die Befragung von Zeitzeugen zur Aufarbeitung beitrug.<br \/>\nDr. Andreas Zekorn, Kreisarchivar des Zollern-Alb-Kreises legte vor wenigen Jahren eine wichtige Arbeit \u00fcber die Geschichte der W\u00fcstelager vor, in der er sich auch intensiv mit dem Lager Spaichingen gefasste, da das Spaichinger Lager dem Lager Sch\u00f6mberg organisatorisch zugeordnet war. Wolfgang Schmid, ein ehemaliger Geschichtslehrer am Spaichinger Gymnasium kommt das gro\u00dfe Verdienst zu, zahllosen Schulklassen mit seinen Stadtf\u00fchrungen die Geschichte des Spaichinger Konzentrationslagers n\u00e4her zu bringen. Zusammen mit Frank Mrowka und einigen Sch\u00fclern des Gymnasiums entstand 2013 ein Gedenkpfad, der sich dem Mut und der Barmherzigkeit Spaichinger B\u00fcrger widmet, die trotz aller Warnungen den KZ-H\u00e4ftlingen Lebensmitteln zusteckten. Im Laufe der Jahre wurden auf Initiative Spaichinger B\u00fcrger und der Kirchengemeinden an verschiedenen Stellen im Stadtbereich, insbesondere des Marktplatzes Erinnerungstafeln angebracht. Im Jahr 2017 schlie\u00dflich gr\u00fcndete sich in Spaichingen der Verein \u201eInitiative KZ Gedenken Spaichingen\u201c, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Geschichte des Spaichinger KZ weiter zu erforschen und das Gedenken an die Opfer aufrecht zu erhalten. Fast zeitgleich beschloss die Stadt Spaichingen, das bisherige \u201eKZ Ehrenmal\u201c mit Informationstafeln zu versehen und mit weiteren Namenstafeln auch der restlichen 65 der insgesamt 95 namentlich bekannten , in Spaichingen zu Tode gekommenen KZ H\u00e4ftlingen ein w\u00fcrdevolles Andenken zu erm\u00f6glichen. Seit heute haben nun Spaichinger wie ausw\u00e4rtige Besucher die M\u00f6glichkeit, sich endlich auch vor Ort \u00fcber das bisher unkommentierten Ehrenmal und seiner historischen Hintergr\u00fcnde zu informieren.<\/p>\n<p>Zehn Info-Stelen erkl\u00e4ren in deutscher, englischer und franz\u00f6sischer Sprache, wie es dazu kam, dass in Spaichingen ein Konzentrationslager betrieben wurde und was die H\u00e4ftlinge erleiden mussten.<br \/>\nAm Anfang stand die \u00dcberlegung, welche Fragen sich Besucher wohl stellen werden, wenn sie dem Hinweisschild \u201eKZ-Ehrenmal\u201c folgen und dann hinter dem Friedhof diese Erinnerungsst\u00e4tte vorfinden. Ich pers\u00f6nlich h\u00e4tte mir folgende Fragen gestellt:<br \/>\nWarum wird gerade hier der toten H\u00e4ftlinge gedacht?<br \/>\nWarum gab es ein KZ ausgerechnet in Spaichingen und wo war es genau?<br \/>\nWas hatte das KZ Spaichingen eigentlich mit dem fernen KZ Natzweiler Struthof zu tun?<br \/>\nWer waren die H\u00e4ftlinge, woher kamen Sie?<br \/>\nWie waren die Lebensbedingungen in diesem KZ?<br \/>\nWer waren die Wachleute und wie haben sie sich den H\u00e4ftlingen gegen\u00fcber verhalten?<br \/>\nWieso starben so viele H\u00e4ftlinge in kurzer Zeit?<br \/>\nWer hat von der Anwesenheit der H\u00e4ftlinge profitiert?<br \/>\nWas hat die Spaichinger Bev\u00f6lkerung mitbekommen, wie hat sie sich verhalten?<br \/>\nWas passierte mit dem KZ und mit den H\u00e4ftlingen am Ende des Krieges?<br \/>\nUnd was passierte mit den T\u00e4tern?<br \/>\nUnd wie geht man in Spaichingen heute mit dem Wissen um die Existenz eines KZ um, gibt es hier eine Erinnerungskultur?<\/p>\n<p>Die Tafeln sind ein Versuch, all diese Fragen zu beantworten, dennoch haben sich in der Auseinandersetzung mit dem Thema neue Fragen ergeben und erfordern auch in der Zukunft weitere Forschungsarbeit.<br \/>\nBesonders ergiebig sind die Quellen leider nicht. Kurz vor Aufl\u00f6sung des KZ m\u00fcssen die Lagerleiter vor Ort, aber auch zentrale Stellen der nationalsozialistischen Verwaltung Unterlagen in gro\u00dfem Stil vernichtet haben.<br \/>\nDennoch gibt es noch einige Nachweise in Archiven und erstaunlicherweise tauchen immer wieder Dokumente auch in privaten Nachl\u00e4ssen auf. Eine wichtige Quelle sind die Aussagen von Zeitzeugen: ehemaligen H\u00e4ftlingen, aber auch Anwohnern, die sich noch kurz nach den Krieg, aber auch sp\u00e4ter zu ihren Erlebnissen und Beobachtungen ge\u00e4u\u00dfert haben.<\/p>\n<p>Das erste Konzentrationslager im deutschen S\u00fcdwesten war nicht weit von hier:<br \/>\nIn einem ehemaligen Kriegsgefangenenlager nach dem 1. Weltkrieg eingerichteten Kindererholungsheim in Stetten am kalten Markt, sperrte man bereits im M\u00e4rz 1933 regimekritische M\u00e4nner aus W\u00fcrttemberg und Hohenzollern ein \u2013 auch ein Spaichinger, der Instrumentenmacher und bekennende Kommunist Karl Birnbreier war darunter.<br \/>\nDas KZ Stetten war ein Straflager, ein sogenanntes Schutzhaftlager. Aber es enthielt 1933 bereits wichtige Merkmale der Konzentrationslager: Kasernierung, schlechte Unterbringung und Verpflegung, Zwangsarbeit, Dem\u00fctigung durch Beschimpfung, Anschreien und Schlagen. Viele der Gefangenen wurden damals noch nach einiger Zeit wieder frei gelassen. Andere wurden nach einem halben Jahr, als man beschlossen hatte, das Lager wieder milit\u00e4risch zu nutzen, in das KZ Oberer Kuhberg nach Ulm verlegt.<br \/>\nBereits 1933 war die Ausbeutung der Arbeitskraft von H\u00e4ftlingen ein bewusst eingesetztes Argument f\u00fcr die Anlage von Konzentrationslagern gegen\u00fcber den Gemeinden und ihrer ortsans\u00e4ssigen Betriebe.<br \/>\nMit Schreiben vom 5. August 1933 erging eine Anfrage an alle Ober\u00e4mter \u2013 also auch an das Oberamt Spaichingen - ob eine Bereitschaft f\u00fcr die Errichtung eines Lagers best\u00fcnde. Ich zitiere aus dem Schreiben:<br \/>\n\u201eDie Verlegung des Schutzhaftlagers Heuberg, das noch 400 w\u00fcrttembergische Schutzhaftgefangene enth\u00e4lt, steht bevor. Ehe ich eine Entscheidung treffe, gebe ich den Ober\u00e4mtern und Amtsk\u00f6rperschaften Gelegenheit, sich zu \u00e4u\u00dfern, ob in ihren Bezirken Unterkunfts- und Arbeitsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die 400 Gefangenen bestehen, wobei ich darauf hinweise, dass die Anwesenheit von 400 Gefangenen in der Umgebung einen nicht unbeachtlichen wirtschaftlichen Vorteil bedeutet.\u201c Auch f\u00fcr Oberamt und Stadtgemeinde Spaichingen war die M\u00f6glichkeit eines Konzentrationslagers als potentielle Ressource f\u00fcr Arbeitskr\u00e4fte also schon fr\u00fch bewusst angelegt worden.<\/p>\n<p>In Zusammenhang mit dem Rassenwahn der Nationalsozialisten wurden zahlreiche Vernichtungslager errichtet, deren Ziel es war, Menschen mit bestimmten, dem nationalsozialistischen Menschenideal nicht entsprechenden Merkmalen und Gegner des Regimes zu vernichten. Die Menschen, die in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern starben, wird auf 2 \u00bd bis 3 Millionen gesch\u00e4tzt. Teilweise wurden in Konzentrationslagern H\u00e4ftlinge f\u00fcr vorgeblich medizinische Experimente missbraucht. Die Namen dieser Lager \u2013 Ausschwitz, Dachau, Theresiestadt, Treblinka, um nur wenige Beispiele zu nennen \u2013 und auch das KZ Natzweiler-Struhof im Elsass - sind bekannt.<br \/>\nEs gab aber auch Arbeitslager, deren erkl\u00e4rtes Ziel nicht die <strong>Ermordung<\/strong> von Menschen war, sondern die Ausbeutung ihrer Arbeitskraft. Diese Lager bezogen ihre H\u00e4ftlinge vornehmlich aus bereits bestehenden Lagern. H\u00e4ftlinge verschiedenster Herkunft, die aus verschiedensten Gr\u00fcnden inhaftiert worden waren oder im besetzten Ausland f\u00fcr die Arbeitslager entf\u00fchrt worden waren, wurden als Menschenmaterial von der SS den Industriebetrieben zur Verf\u00fcgung gestellt. Im Gegensatz zu den zivilen Fremdarbeitern erhielten sie keinen Lohn, denn die SS war es, die Entgelte f\u00fcr die Arbeitsleistung der H\u00e4ftlinge erhielt. Die Erhaltung der Arbeitskraft wurde in den Arbeitslagern nicht angestrebt. Jeder an Entkr\u00e4ftung Verstorbene, jeder ermordete oder zu Tode gepr\u00fcgelte H\u00e4ftling konnte jederzeit ersetzt werden. Ein solches Lager war das Spaichinger Lager \u2013 es gab in Spaichingen keine Gaskammer, in der H\u00e4ftlinge systematisch ermordet worden w\u00e4ren, auch fehlen Hinweise, dass in Spaichingen Menschen zu medizinischen Zwecken missbraucht worden waren. Dennoch war das Spaichinger Lager ein Teil der menschenverachtenden Vernichtungsmaschinerie des Nationalsozialismus.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte zur\u00fcckkehren zu der Frage, weshalb es ausgerechnet in Spaichingen ein Konzentrationslager gegeben hat. Die Weichen f\u00fcr das erst sp\u00e4t im Sommer 1944 eingerichtete Lager wurden schon 1942 gestellt und reichen m\u00f6glicherweise bis ins 19. Jahrhundert zur\u00fcck.<br \/>\nIch habe bereits darauf hingewiesen, dass wirtschaftliche \u00dcberlegungen bei der Anlage bestimmter KZ bereits 1933 angelegt waren. Nutznie\u00dfer des Spaichinger KZ war in erster Linie die R\u00fcstungsfirma Mauser aus Oberndorf. Sie geh\u00f6rte allerdings schon lange nicht mehr der Gr\u00fcnderfamilie Mauser, sondern befand sich seit Ende der 1920er Jahre im Besitz der Unternehmerfamilie Quandt. Diese war schon seit dem 1. Weltkrieg durch R\u00fcstungsauftr\u00e4ge reich geworden und betrieb ihre Fabriken - so z.B. den Batteriehersteller Varta, aber eben auch des Waffenhersteller Mauser in Oberndorf - mit firmeneigenen Konzentrationslagern. Die Familie Mauser besa\u00df schon im 19. Jahrhundert auf D\u00fcrbheimer Gemarkung einen Schie\u00dfplatz, auf dem sie Waffen testete. Josephine Bozenhard, eine Tochter des Spaichinger Amtmann Friedrich Bozenhart heiratete 1862 den Firmengr\u00fcnder Wilhelm Mauser. Wann und wie Mauser an das Testgel\u00e4nde in D\u00fcrbheim kam, daf\u00fcr gibt es zurzeit allerdings noch keine Nachweise, es ist aber denkbar, dass hier ein Zusammenhang besteht. Da das Gel\u00e4nde, das nach Ende des 1. Weltkrieges nicht mehr genutzt werden durfte, 1937 wieder in Betrieb genommen wurde, bestand im 2. Weltkrieg auf jeden Fall eine Beziehung von Mauser zu D\u00fcrbheim. M\u00f6glicherweise war deshalb Spaichingen als nahegelegene Stadt mit Bahnanschluss der Ort der Wahl, als man 1942 nach einem Ort suchte, an dem man wichtige Maschinen vor den drohenden Bombardements durch die Alliierten sch\u00fctzen konnte und man auch die Produktion - von Luftangriffen unbehelligt \u2013 weiter betreiben konnte.<br \/>\nAb 1943 wurden nach und nach Teile des Betriebes nach Spaichingen verlegt, so dass Mauser fast \u00fcber die ganze Innenstadt verteilt war. Wichtige Maschinen wurden in der Alten Turnhalle gelagert, die wertvolle Waffensammlung im Katholischen Vereinshaus an der Andreas-Hofer-Stra\u00dfe untergebracht. Die geheime Waffenforschungsanstalt fand Platz im Schuhhaus Sulzer an der Hauptstra\u00dfe. Die Seidenspinnerei, die 1935 als Arbeitsbeschaffungsma\u00dfnahme in der ehemaligen Zigarrenfabrik in der Charlottenstra\u00dfe 15 eingerichtet worden war, wurde mit dem Einsatz von KZ-H\u00e4ftlingen aus Oberndorf wieder ausger\u00e4umt und als Mauser-Werkstatt neu eingerichtet. Dort und in Betriebsr\u00e4umen der M\u00f6belfabrik Gustav B\u00fchler wurde von zivilen Fremdarbeitern und ab September 1944 auch von H\u00e4ftlingen des Spaichinger KZ die Produktion von Mauser-Waffen fortgef\u00fchrt.<br \/>\nMit dem Bau des Konzentrationslagers auf Bulzen \u2013 also ungef\u00e4hr dem Bereich des heutigen Marktplatzes - wurde erst im August 1944, kurz vor Ankunft der ersten H\u00e4ftlinge begonnen. Hinweise im Stadtarchiv legen nahe, dass Mauser, der Bauherr des Barackenlagers, dieses zun\u00e4chst f\u00fcr die ortsanwesenden ausl\u00e4ndischen Fremd- und Zwangsarbeiter, anlegen wollte. Diese waren bislang in leerstehenden Fabrik- und Gasthauss\u00e4len, z.B. in Gasthaus Sonne, in der ehemaligen Schuhfabrik Ragg und in der ehemaligen Seidenweberei \u2013 \u201eFranzosenlager\u201c und \u201eRussenlager\u201c genannt \u2013 untergebracht. Der Bauantrag datiert vom 20. M\u00e4rz 1944 und wurde kurz darauf genehmigt. Es ist unklar, warum nicht gleich mit dem Bau der Baracken begonnen wurde, m\u00f6glicherweise musste kriegsbedingt auf den Bezug von Baumaterial gewartet werden.<br \/>\nNach der Invasion der Allierten am 6. Juni scheint ein Befehl f\u00fcr den sofortigen Bau eines Lagers ausgegeben worden zu sein, um dieses f\u00fcr KZ H\u00e4ftlinge bereitzustellen. Nach Auskunft einer Zeitzeugin wurde noch am gleichen Tag das Gel\u00e4nde hinter der Alleestra\u00dfe vermessen und am folgenden Tag provisorische Wasseranschl\u00fcsse gelegt. Die Besitzer der G\u00e4rten und \u00c4cker wurden zwangsenteignet, Proteste n\u00fctzten nichts.<br \/>\nDas els\u00e4ssische Konzentrationslager Natzweiler Struthof wurde ab dem 1. September 1944 wegen der immer n\u00e4her r\u00fcckenden alliierten Truppen evakuiert. Die meisten der rund 6000 H\u00e4ftlinge wurden nach Dachau und in bereits bestehende oder eilig neu errichtete Au\u00dfenlager rechts des Rheins transportiert. Es gab in S\u00fcddeutschand insgesamt rund 70 dieser Lager, die der Verwaltung des KZ Natzweiler unterstanden \u2013 auch die sogenannten W\u00fcstelager in und um Sch\u00f6mberg geh\u00f6rten dazu. Die letzten H\u00e4ftlinge aus Natzweiler, rund 100 M\u00e4nner aus verschiedenen L\u00e4ndern Europas, waren f\u00fcr den Transport nach Spaichingen bestimmt. Am 26. September 1944, also vor fast auf den Tag genau vor 75 Jahren kamen die ersten H\u00e4ftlinge in Spaichingen an. Dieses Datum markiert den Beginn des Spaichinger Konzentrationslagers. Das Barackenlager selbst existierte zu dieser Zeit noch gar nicht. Erste Arbeiten, wie das Aufstellen von Z\u00e4unen, waren von KZ H\u00e4ftlingen aus Oberndorf angefangen worden. Es war zun\u00e4chst die Aufgabe der neu angekommenen H\u00e4ftlinge aus dem KZ Natzweiler, das Lager fertig zu bauen. Luftbilder der fertigen Anlage zeigen von den 4 geplanten Geb\u00e4uden nur drei Geb\u00e4ude. Es wurden zwei Holzbaracken und ein zweist\u00f6ckiges Steingeb\u00e4ude erstellt. Die in den Bauplanen urspr\u00fcnglich vorgesehenen Luftschutzbunker wurden nicht mehr gebaut. Alles scheint sehr provisorisch gewesen zu sein - vermutlich, weil die Umsetzung der Pl\u00e4ne in sehr kurzer Zeit geschehen musste und es wegen des Krieges Lieferengp\u00e4sse f\u00fcr Baumaterialien gab. Es fehlte aber auch an anderen wichtigen Dingen wie Decken, Kleidung, Entlausungsmittel und Medikamenten.<\/p>\n<p>Als die Baracken mit Unterst\u00fctzung zwangsverpflichteter Spaichinger Handwerker und erzwungener Transportleistungen soweit fertig gestellt waren, wurden die Gefangenen in Arbeitstrupps eingeteilt. Teilweise arbeiteten sie am Bahnhof, um dort Baumaterialien abzuladen, andere mussten im Gewann Lehmgrube Versorgungsgr\u00e4ben ausheben f\u00fcr die geplante Waffenfabrik der sogenannten \u201eMetallwerke Spaichingen\u201c \u2013 einem Tarnnamen f\u00fcr den Bauherrn Mauser. Andere waren zur Produktion in die Mauser-Werkst\u00e4tten in der Charlottenstra\u00dfe oder in der M\u00f6belfabrik aber auch f\u00fcr andere Betriebe in Spaichingen abgestellt. Beaufsichtigt wurden die H\u00e4ftlinge au\u00dferhalb des Lagers von SS-Leuten und anderen H\u00e4ftlingen, sogenannten Funktionsh\u00e4ftlingen oder Kapos, meist kriminellen H\u00e4ftlingen, die der SS unterstellt waren, die im Auftrag der Mauserwerke agierten. Diese werden als \u00e4u\u00dfert brutal geschildert. Die Baustelle Lehmgrube war \u2013 wie das Barackenlager auch \u2013 mit Wacht\u00fcrmen versehen. Die durch mangelhafte Ern\u00e4hrung, die K\u00e4lte und den extremen L\u00e4usebefall immer st\u00e4rker entkr\u00e4fteten H\u00e4ftlinge wurden mit Schreien, Dem\u00fctigungen und Schl\u00e4gen zur Arbeit antrieben. Mehrfach kam es vor, dass H\u00e4ftlinge auf der Arbeitsstelle zu Tode gepr\u00fcgelt wurden oder einfach an Entkr\u00e4ftung starben. Spaichinger waren immer wieder Zeugen dieser Vorg\u00e4nge und beobachteten H\u00e4ftlingskolonnen auf dem R\u00fcckweg ins Lager, die einen Karren mitf\u00fchrten, auf dem tote oder nicht mehr gehf\u00e4hige H\u00e4ftlinge mitgef\u00fchrt wurden. Ermordete oder verstorbenen H\u00e4ftlinge wurden am Rand der Baracken, von den Z\u00e4unen aus gut sichtbar, aufgebahrt und nach Tuttlingen ins Krematorium gebracht. Spaichinger mussten die Fuhrdienste \u00fcbernehmen. Als es keine Kohle mehr f\u00fcr das Krematorium gab, verscharrte man die Leichen hinter dem Friedhof an der Bahnlinie. Die genaue Zahl der Toten steht bis heute<br \/>\nnicht eindeutig fest. Seit Januar 1945 stieg die Zahl der Toten stark an. Vermutlich weil einerseits die Arbeit und Lebensbedingungen im Lager den H\u00e4ftlingen zunehmend zusetzten, andererseits waren vermutlich die Neuank\u00f6mmlinge aus anderen Lagern bereits sehr geschw\u00e4cht angekommen \u2013 immer wieder gab es Tote bereits w\u00e4hrend der Transporte. Insgesamt sind 95 verstorbene oder ermordete H\u00e4ftlinge namentlich bekannt. Regina Braungart hat weitere Namen von H\u00e4ftlingen aufgesp\u00fcrt, die auf Transporten nach Spaichingen oder auf den Todesm\u00e4rschen verstorben waren, somit sind es laut ihres Beitrags in der letzten Ausgabe der Tuttlinger Heimatbl\u00e4tter 108 namentlich bekannte H\u00e4ftlinge, die in Bezug zum Lager Spaichingen stehen. Auch in der Aufarbeitung der Opferzahlen und Opferbiographien besteht noch ein weiterer Forschungsbedarf, der in Einbeziehung internationaler Archive sicher noch viele Jahre ben\u00f6tigt.<br \/>\nDas Lager Spaichingen war nur ein kleines Lager, es war mit rund 400 H\u00e4ftlingen meist \u00fcberbelegt, denn st\u00e4ndig kamen neue Transporte aus anderen Lagern an, um den Arbeitskr\u00e4ftebedarf decken zu k\u00f6nnen. Es wurde offenbar in anderen Lagern gezielt nach M\u00e4nnern gesucht, die Erfahrung in Metallberufen hatten.<br \/>\nSo berichtet ein \u00dcberlebender, Meir Eldar, dass er sich im KZ Buchenwald freiwillig f\u00fcr das KZ Spaichingen gemeldet hatte, als dort Metallarbeiter gesucht wurden, in der Hoffnung, dass die Arbeit in der Fabrik seine \u00dcberlebenschancen erh\u00f6hen w\u00fcrden. Er wurde allerdings entt\u00e4uscht, als er erkennen musste, dass die Lebensbedingungen in dem kleinen provisorisch organisierten Spaichinger Lager viel schlechter waren, als in Buchenwald. Mehrere H\u00e4ftlinge sagten \u00fcbereinstimmend aus, dass das Spaichinger Lager das<br \/>\nschlimmste von allen war \u2013 f\u00fcr die meisten H\u00e4ftlinge war Spaichingen nicht die erste Station. Viele H\u00e4ftlinge waren vorher in einem oder mehreren anderen Lagern gewesen und wie die Natzweiler H\u00e4ftlinge aus ihren Lagern evakuiert worden. Viele H\u00e4ftlinge erinnern sich allerdings dankbar an die Hilfsbereitschaft der Spaichinger Bev\u00f6lkerung. Wie an anderen Orten auch, wo die Bev\u00f6lkerung die Existenz der Lager und das Leid der H\u00e4ftlinge t\u00e4glich vor Augen gef\u00fchrt wurde, versuchten viele, den Hunger der abgemagerten H\u00e4ftlinge durch die heimliche Zuwendung von Brot und Obst zu lindern. Es gab wohl einige wenige SS-Leute, die das tolerierten. Meist wurden die H\u00e4ftlinge, die sich nach den Lebensmitteln b\u00fcckten, jedoch brutal geschlagen und angeschrien, zwei franz\u00f6sische H\u00e4ftlinge wurden direkt erschossen. Soweit Personen direkt erwischt wurden, wie sie den H\u00e4ftlingen etwas zustecken wollten, wurden diese mit KZ-Haft bedroht. \u201eNoch einmal, und ihr kommt mit\u201c ist ein Satz, der von Zeitzeugen \u00fcberliefert ist und das Motto f\u00fcr den Spaichinger Gedenkpfad entlang der t\u00e4glichen Marschroute der H\u00e4ftlinge stellt.<br \/>\nEs kann auf jeden Fall davon ausgegangen werden, dass zumindest die erwachsene Bev\u00f6lkerung von Spaichingen im Bilde war, was das KZ und die Situation der H\u00e4ftlinge angeht. Die M\u00f6glichkeit, H\u00e4ftlinge pers\u00f6nlich kennenzulernen gab es kaum. Der Bev\u00f6lkerung war der Kontakt streng verboten. Gelegentlich hatten H\u00e4ftlinge kurzen Kontakt zu bestimmten Personen, z.B. wenn sie bei der B\u00e4ckerei Georg Merkt Brot oder in der KZ K\u00fcche im Gasthof Kreuz Essen abholten oder dort direkt mitarbeiteten. Das Wachpersonal dagegen kannte man in Spaichingen, oft sogar mit Namen. Wachleute verkehrten im Gasthaus Engel, sicher auch in anderen Gastwirtschaften, viele wohnten in privaten Unterk\u00fcnften, lie\u00dfen ihre W\u00e4sche von Spaichinger Frauen waschen und b\u00fcgeln und so entstanden Bekanntschaften, auch von Liebschaften berichten Zeugen in den Raststatter Prozessen.<br \/>\nAm 20. April 1945 marschierten franz\u00f6sische Truppen in Spaichingen ein. Nur wenige Tage vorher vom 16. bis 18. April wurde das Spaichinger Lager evakuiert. Nichts sollte mehr an das KZ und die Vorg\u00e4nge darin erinnern. Die H\u00e4ftlinge, die bereits ahnten, dass etwas im Gange war, wurden mit wenigen Lebensmitteln ausgestattet und zun\u00e4chst Richtung Tuttlingen getrieben. Gemeinsam mit den Todesm\u00e4rschen aus anderen Lagern marschierten die H\u00e4ftlinge Richtung Allg\u00e4u, um den herannahenden alliierten Truppen auszuweichen. Es ist unklar, welche weiteren Pl\u00e4ne man mit den H\u00e4ftlingen hatte, vermutlich sollten sie dort von der \u00d6ffentlichkeit unbemerkt schlie\u00dflich doch noch ermordet werden. Es wird von \u00dcberlebenden berichtet, dass die SS-Leute, die den Zug begleiteten, sich weiterhin brutal verhielten und zu schwache H\u00e4ftlinge, die nicht mehr weitergehen konnten, erschossen - sp\u00e4ter lie\u00df man sie einfach liegen. Manchen gelang die Flucht, da man oft nachts unterwegs war und sich in Waldgebieten gut verstecken konnte. Andere hielten durch, bis der Tross in der Gegend von F\u00fcssen ankam. Mehrfach wird geschildert, dass die H\u00e4ftlinge, rund 200 an der Zahl, in der Scheuer eines Bauernhofes untergekommen waren und am n\u00e4chsten Morgen feststellten, dass sich die SS-Bewacher aus dem Staub gemacht hatten. Zu ihrer gro\u00dfen \u00dcberraschung waren die H\u00e4ftlinge pl\u00f6tzlich ohne Bewacher und frei. Die H\u00e4ftlinge stie\u00dfen bald auf amerikanische Truppen, die sie in besetzten \u00f6ffentlichen Geb\u00e4uden unterbrachten, ihnen zu essen gaben und medizinisch versorgten. Dann waren sich die H\u00e4ftlinge sich selbst \u00fcberlassen. Ein Teil der H\u00e4ftlinge machte sich auf den Heimweg, andere hatten keine Heimat und auch keine Angeh\u00f6rigen mehr. F\u00fcr alle begann ein neues Leben in Freiheit, viele jedoch seelisch und k\u00f6rperlich gebrochen, andere voller Optimismus, das Erlebte \u00fcberwinden zu k\u00f6nnen und trotz aller bitterer Erinnerungen in der alten oder einer neuen Heimat endlich wieder ein menschenw\u00fcrdiges Leben zu leben.<\/p>\n<p><strong>Dank<\/strong><br \/>\nEs ist mir ein gro\u00dfes Bed\u00fcrfnis allen zu danken, die meine Arbeit in den letzten beiden Jahren und auch nach Fertigstellung der Texte unterst\u00fctzt und begleitet haben. Ich danke allen Personen und Institutionen, die bereit waren, Fotografien und Illustrationen f\u00fcr die Infotafeln beizusteuern, da es f\u00fcr Spaichingen so gut wie kein Fotomaterial aus dieser Zeit gibt. Insbesondere m\u00f6chte ich mich bei Dorothe Roos, Arno Huth und der Gedenkst\u00e4tte Neckarelz bedanken. F\u00fcr viele Gespr\u00e4che, wichtige Informationen und seltene Bildmaterial danke ich Frau Lieslotte Keil und vielen anderen Spaichingern.<br \/>\nF\u00fcr die kritische Durchsicht der Texte danke ich den beiden Historikern Kreisarchivar Herrn Dr. Hans Joachim Schuster aus Tuttlingen und Herrn Kreisarchivar Dr. Andreas Zekorn aus Balingen, der Vorsitzenden des Vereins Initiative Eckerwald Frau Brigitta Marquart-Schad und der Vorsitzenden des Vereins Initiative KZ Gedenken Spaichingen, Frau Dr. Ingrid Dapp.<br \/>\nF\u00fcr die \u00dcbersetzung der Texte in die englische Sprache bedanke ich mich bei Herrn Denis Krauss, f\u00fcr die \u00dcbersetzung in die franz\u00f6sische Sprache Frau Anni M\u00fchleck.<br \/>\nF\u00fcr die Gestaltung der Informationstafeln und die gro\u00dfe Geduld f\u00fcr immer wieder neue \u00c4nderungsw\u00fcnsche danke ich dem Grafikb\u00fcro graphik-pool aus Spaichingen und f\u00fcr die gute Zusammenarbeit w\u00e4hrend der letzten 6 Monate.<br \/>\nGemeinsam mit B\u00fcrgermeister Hans Georg Schuhmacher, Wolfgang Schmid, Frank Mrowka und Baumamtsleiterin Petra Schmidmann-Deniz haben wir in zahlreichen Besprechungen und Vorort-Terminen in den letzten 2 Jahren gemeinsam die Gestaltung der Gedenkst\u00e4tte geplant und sind meiner Meinung nach schlie\u00dflich zu einem ansprechenden Ergebnis gekommen, daf\u00fcr und f\u00fcr die gute Zusammenarbeit auch allen ungenannten meinen herzlichen Dank.<br \/>\nZuletzt bedanke ich mich bei allen, die mit ihren Gru\u00dfworten die Bedeutung dieser neu gestalteten Gedenkst\u00e4tte deutlich gemacht haben und der musikalischen Begleitung durch das Bl\u00e4serensemble der Stadtkapelle und Frau Ana Maria Falan, die wir gleich noch bei der Kranzniederlegung h\u00f6ren werden.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens:<\/strong><br \/>\n\u201eNie wieder Faschismus \u2013 nie wieder Krieg!\u201c dieser Aufruf auf der ersten der Info-Stelen der neu gestalteten Gedenkst\u00e4tte ist ein Zitat. Es stammt von ehemaligen KZ H\u00e4ftlingen bei der Einweihungsfeier der Gedenkst\u00e4tte des KZ Buchenwald im Jahr 1956.<\/p>\n<p>Danke f\u00fcr Ihre Aufmerksamkeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ver\u00f6ffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Autorin<\/p>\n<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sehr geehrter Herr B\u00fcrgermeister Schuhmacher, sehr geehrte Frau Roos, sehr geehrte Frau Dr. Dapp, sehr geehrter Herr Schulz, sehr geehrter Herr Pfarrer Heim, sehr geehrte Damen und Herren, im Jahr 1982 erschienen in der lokalen Tageszeitung, dem Heuberger Boten eine Reihe von Beitr\u00e4gen, die sich mit den Ereignissen im Spaichinger Konzentrationslager befassten. 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